Herr Kurz, öffnen Sie die Bundesgärten!

„Die Verteilung des öffentlichen Raums funktioniert in Wien anders: Wien ist als Zwei-Millionen-Metropole nicht mit der Situation in den Bundesländern vergleichbar. Wo immer Parkflächen in der Stadt versperrt bleiben, bedeutet dies bei sonnigem Wetter umso mehr Bevölkerungsandrang an beliebten Orten wie dem Donaukanal. Mehr Gedränge bedeutet wiederum mehr Gefahr. Ich verstehe die Intention der Regierung. Bei genauem Hinsehen ist die Sperre der Bundesgärten jedoch für eine Großstadt kontraproduktiv. Bürgermeister Ludwig führt dahingehend Gespräche und hat unsere volle Unterstützung“, so der Geschäftsführer der SPÖ Leopoldstadt Alexander Nikolai.

Gerade der zweite Bezirk sei durch seine zentrale Lage ein stark frequentiertes Erholungsziel für viele Menschen aus den umliegenden Bezirken: „Im dicht verbauten Gebiet macht es für die Leopoldstädterinnen und Leopoldstädter einen großen Unterschied, ob bei uns der Augarten zugänglich ist oder nicht. Es wäre auch wichtig, um Situationen wie zuletzt rund um Donaukanal oder im Prater nicht mehr zu provozieren“, so die Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin Astrid Rompolt (SPÖ).

Auch SPÖ-Gemeinderätin Safak Akcay betont: „Die Stadt Wien wird weiterhin mit Fingerspitzengefühl vorgehen. Es ist einer Familie mit einem oder mehreren Kindern, die vielleicht noch in einer Wohnung ohne Balkon leben, einfach nicht zumutbar dauernd zu Hause zu bleiben. Um die Wege kurz und den Andrang so gering wie möglich zu halten, appellieren wir daher nochmals an die Bundesregierung, die besondere Situation in Wien zu berücksichtigen“, so Akcay.